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Geschichte Lokstedt
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Unvergessenes Dorf Lokstedt
BETRACHTUNGEN  IMPRESSIONEN  ERINNERUNGEN

Erz├Ąhlt und dokumentiert von Helene Koden

Geschichte

Bereits 1110 urkundlich erw├Ąhnt, wird aus dem ehemaligen Bauerndorf mit wenigen Handwerkern und einer starken d├Ârflichen Struktur, schon fr├╝hzeitig Wohnplatz vieler beg├╝terter B├╝rger aus dem nahen Hamburg.

Von 1110 bis 1460 stand Lokstedt - ebenso wie Schnelsen und Niendorf - unter der Regierung der Schauenburger Grafen, die Schleswig-Holstein regierten. Die 400-j├Ąhrige d├Ąnische Herrschaft endete 1866, als auch Lokstedt zu Preu├čen kam. Die d├Ąnischen Hoheitszeichen verschwanden damals von den Dienstm├╝tzen und von den ├Âffentlichen Geb├Ąuden.

Schon vor 1900 setzte ein immer st├Ąrkerer Zuzug von meist gut-situierten Familien ein, die ihren Broterwerb in Hamburg hatten. So war es nicht verwunderlich, dass die Stadt Altona 1927 auch Lokstedt, neben einer Reihe anderer Orte, eingemeinden wollte.

Die erfolgreiche Abwehr dieses Begehrens f├╝hrte zu einem Zusammenschluss mit Niendorf und Schnelsen zur Gemeinde Gro├člokstedt, die dann 1938 aufgrund des Gro├č-Hamburg-Gesetzes nach Hamburg eingegliedert wurde.

Die Bev├Âlkerungsdichte Lokstedts nimmt ├╝berproportional zu. Versorgt werden die Einwohner von den Lokstedter Betriebswerken, bestehend aus einem gro├čen Elektrizit├Ątswerk (seit 1905), einem Wasserwerk (seit 1910) und einem Gaswerk (seit 1911). Diese sind infolge ihrer Verbindung mit den Hamburger Werken au├čerordentlich leistungsf├Ąhig und k├Ânnen ohne Schwierigkeiten auch die Versorgung Niendorfs und Schnelsens ├╝bernehmen.

1966: Umzug des Ortsamtes nach Niendorf unter Beibehaltung des Namens Lokstedt

Kultur und Sehensw├╝rdigkeiten

B├╝cherhallen

Die offizielle B├╝cherhalle Lokstedt kooperiert stark mit B├╝cherhallen aus anderen Stadtteilen, sodass die B├╝cher auch in anderen B├╝cherhallen zur├╝ckgegeben werden k├Ânnen und ebenso k├Ânnen anderswo ausgeliehene B├╝cher in der B├╝cherhalle Lokstedt abgegeben werden. Am 30. Mai 2006 hatte die B├╝cherhalle Lokstedt den letzten ├ľffnungstag an ihrem bisherigen Standort in der Vogt-Wells-Stra├če, momentan gibt es einen zwischenzeitlichen Sitz in der Kollaustra├če 6 und schlie├člich, Anfang 2007, erfolgt der Umzug in den Neubau Kollaustra├če/Vogt-Wells-Stra├če mit 400 Quadratmetern.

Aussprache

Vor 1866, unter d├Ąnischer Herrschaft, nannte sich der Stadtteil ÔÇ×LookstedtÔÇť mit langem o. Unter preu├čischer Herrschaft, von 1866 bis 1937, war die Schreibweise dann ÔÇ×LockstedtÔÇť, wobei das c als Dehnungs-c zu verstehen ist. Da dieses den neu Zugezogenen meist unbekannt war, setzte sich die Aussprache [╦łl╔ök╩âte╦Ét] weitestgehend durch, konnte das lang gesprochene o allerdings nicht ganz verdr├Ąngen.

Bauwerke

Wahrzeichen des Stadtteils ist der Wasserturm in der Buchenallee, der in neogotischer Form errichtet wurde.

Die Villa im Amsinckpark (siehe ÔÇ×ParksÔÇť), die heute eine Kunstgalerie beherbergt, wurde von Franz Gustav Forsmann erbaut.

In der s├╝dwestlichen Ecke Lokstedts, an der Grenze zu Eimsb├╝ttel und Stellingen, liegt die Lenzsiedlung, Hamburgs j├╝ngste Plattenbausiedlung aus den Jahren 1976 bis 1978, mit Bewohnern aus etwa drei├čig Nationen.

Die Fazle-Omar Moschee wurde am 22. Juni 1957 in der Wieckstra├če 24 er├Âffnet. Sie ist die zweit├Ąlteste Moschee in Deutschland und der erste Moscheeneubau nach dem Zweiten Weltkrieg.

Parks

Lokstedt besitzt drei ehemals private Parks, die im 19. Jahrhundert von Hamburger Patrizierfamilien vor den Toren der Stadt eingerichtet wurden: den Von-Eicken-Park, in dem die Schillingsbek, ein Nebenbach der Kollau, zu einem Teich aufgestaut ist und wo derzeit (Mitte der 2000er Jahre) 3 Grauganspaare br├╝ten, den heute verwilderten Willinks Park und auf der Lieth, einem H├╝gel an der Grenze zu Stellingen, den gro├čz├╝gig angelegten Amsinckpark, der zu einem Waldkauz-Revier geh├Ârt. In den 1960er Jahren entstand an einem Zufluss der Schillingsbek der Lohbekpark, wo heute immerhin schon Flederm├Ąuse zu beobachten sind.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Lokstedt verf├╝gt ├╝ber eine U-Bahnanbindung der Hamburger Hochbahn mit den Stationen Hagendeel und Hagenbecks Tierpark. Durch den Stadtteil f├╝hren die stark frequentierten Verkehrswege B 447 sowie die Verbindung Osterfeldstra├če, Vogt-Wells-Stra├če, Julius-Vosseler-Stra├če. Au├čerdem f├Ąhrt die Metrobuslinie 5, die meist befahrene Buslinie in ganz Europa auf dem Lokstedter Steindamm in Richtung City und Niendorf.

Medien

Im Lokstedter Gazellenkamp ist seit 1953 der NDR ans├Ąssig. In den dort befindlichen Studios werden zum Beispiel bekannte Sendungen wie die Tagesschau produziert.

├ľffentliche Einrichtungen

Ortsamt Lokstedt Das Ortsamt Lokstedt befindet sich im Garstedter Weg 13 im angrenzenden Stadtteil Niendorf und ist f├╝r das Ortsamtsgebiet Lokstedt zust├Ąndig, welches die Stadtteile Lokstedt,Niendorf und Schnelsen umfasst. Es gliedert sich in die vier Bereiche der Verwaltungs-, Baupr├╝f-, Einwohnerabteilung und der Grundsicherungs- und Sozialabteilung.

Franz├Âsische Schule Hamburg in der Stra├če Hartsprung, nahe dem Von-Eicken-Park

Der vorbezeichnete Bericht ├╝ber Lokstedt ist eine Anleihe aus www.wikipedia.de